Das digitale Erbe – Wenn Accounts, Profile und Domains zurückbleiben

10. Februar 2011

Wir sammeln unsere Schätze heutzutage nicht nur auf dem Sparbuch, im Tresor oder unter der Matratze, sondern auch im Internet. Wie der materielle Nachlass verwaltet wird, darüber wissen wir im Großen und Ganzen Bescheid, aber wie es ist mit unserem digitalen Erbe? Was wird aus dem Account im sozialen Netzwerk oder beim Browser-Game?  Und wer kümmert sich um die Domain, die digitalen Fotoalben oder den Blog? Unsere Internet-Präsenz wirft völlig neue Aspekte bei der Nachlassverwaltung auf!

Rechtlich geregeltes Erbe

Wer als Erbe die Rechtsnachfolge des Verstorbenen antritt, erhält Zugang zu seinen materiellen Hinterlassenschaften, seinen Bankkonten und Immobilien, tritt aber auch in seine Pflichten  ein. Manche Verträge muss er bis zur nächstmöglichen Kündigungsfrist erfüllen und die restlichen Raten des Autos tilgen. Im Todesfall ist rechtlich geregelt, wer dieses Erbe antritt. Ist ein Testament vorhanden, bestimmt der Verstorbene darin selbst die Aufteilung seines Nachlasses, ansonsten gilt die gesetzlich festgelegte Erbfolge.  Unser digitaler Nachlass gehört zum Gesamtpaket des Erbes dazu und wird künftig die Hinterbliebenen in steigendem Maß beschäftigen.

Das virtuelle Vermögen

Galt es bisher nur, Zeitschriften, Briefmarkenabos oder Mitgliedschaften im Fitnessclub zu kündigen, so werden sich die Erben der Zukunft um zahlreiche Internetkonten und persönliche Websites kümmern müssen. Nicht alles ist so belanglos wie ein Mail-Account bei einem Freemailer, denn manchmal sind die Mitgliedschaften mit Beiträgen verbunden und hinter vielen Accounts stehen große Werte. Die digitalen Fotosammlungen, die irgendwo auf einem Server liegen, haben vielleicht finanziellen, aber auf jeden Fall persönlichen Wert. Gepflegte und weit entwickelte  Accounts bei Onlinegames wie „ World of Warkraft“ werden teuer gehandelt und jemand muss sich nach dem Tod des Besitzers auch um die Auflösung des „Second Life“ und um das Deaktivieren des Facebook-Profils kümmern. Für manche wertvolle Domain bezahlt man heute mehr als für einen Neuwagen, deshalb sollte man sich rechtzeitig darum kümmern, ob die Laufzeit eventuell verlängert werden muss.

Vorsorge treffen

Die Erben haben das Recht, auf alle Benutzerkonten und Profile des Verstorbenen zuzugreifen. Die Provider sind dazu verpflichtet, die Zugangsdaten herauszugeben, können aber natürlich auf dem Nachweis der Erbberechtigung mittels Erbschein bestehen. Um es den Hinterbliebenen leichter zu machen, sollte jeder die Zugangsdaten, Passwörter usw. zu seinen Onlinediensten, Blogs, zum Profil bei Xing oder eBay und allem anderen, was die virtuelle Existenz ausmacht,  notieren und hinterlegen, so wie ein Testament auch. Es besteht auch die Möglichkeit, eine persönlich unterschriebene digitale Vorsorgevollmacht zu erstellen, in der ein Freund im Fall der Fälle mit der Schließung der Profile beauftragt wird.
Aber: Wenn Sie nach dem Tod Ihres Angehörigen Zugang zu seinen Postfächern erhalten, überlegen Sie es sich gut, ob Sie sich einloggen oder sie nicht lieber ungesehen deaktivieren. Vielleicht ist es besser, wenn diese persönliche Korrespondenz ungelesen bleibt. ( Text: P.K.)

GoogleTV: Das Betriebssystem für den Fernseher mit Internetanschluss

22. November 2010

Mit GoogleTV stellt Google eine der besten Software-Systeme der letzten Jahre vor. Es ist eine Art Betriebssystem, das auf externen Fernsehboxen zum Einsatz kommt und Fernsehen und Internet vereint. Anders als Apple mit Apple TV stellt Google aber nur das Software-System zur Verfügung. Die Technik kommt von Hardware-Partnern wie Logitech und Sony, während Fernsehsender für die Inhalte sorgen sollen. Oder jeder andere, der sich berufen fühlt, denn Google TV soll eine offene Plattform werden.

Google TV empfängt zum einen das aktuelle Fernsehprogramm und die Informationen darüber über den Programm-Guide. Diese Informationen verzahnt das System auf clevere Art mit dem Internet. So lässt sich beispielsweise eine Maske für die Google-Suche ins laufende Fernsehprogramm einblenden. Inhalte-Anbieter wie Netflix können ebenso wie ein Kanal angesteuert werden wie ARD oder ZDF, Apps, Spiele oder jede beliebige Website. Fernsehen und Internet verschmelzen endgültig.

Als Steuergerät dienen neuartige Fernbedienungen mit vollwertiger Tastatur. Googles Technikpartner stellen diese und entsprechende Streaming-Boxen mit Internetanschluss zur Verfügung. Auch Android-fähige Smartphones können als Fernbedienung zum Einsatz kommen. Die Inhalte kommen von den Fernsehsendern, YouTube oder direkt von Produktionsfirmen. Google lässt jeden, der möchte und dazu in der Lage ist, Inhalte für die Box produzieren. Abgerechnet werden soll über Googles Android Market, der auch auf Andoid-Handys zu finden ist.

Als erste Hardware-Partner bieten Sony und Logitech Google TV an. Sony bietet zum einen Sony Internet TV, einen Fernseher, der ohne separate Box Google TV gleich integriert hat. Kostenpunkt in den USA: 540 US-Dollar. Alternativ bietet Sony eine Blu-ray-Box mit Google TV für 360 Dollar an. Ebenfalls als erster Hardware-Partner involviert ist Logitech mit der Box Logitech Revue für 300 Dollar. Die Preise deuten bereits darauf hin, dass Google TV anfangs nur in den USA zur Verfügung stehen wird. In Deutschland ist ein Marktstart für 2011 geplant. Verhandlungen mit hiesigen Fernsehsendern sollen bereits laufen. Viel wird von einem Erfolg abhängen, ob die Anbieter von Inhalten mitziehen werden. Dann könnte Google TV dazu führen, dass man den Fernsehsessel in der Freizeit gar nicht mehr verlassen muss. ( Artikel: J.V.)

Jedem die eigene Homepage

8. Juli 2010

 Wer viel und gern im Internet unterwegs ist, wird sicher schnell auch selbst den Wunsch hegen, eine eigene Webseite zu betreiben. Technische Hürden und finanzielle Aufwendungen sind es meist, die viele vor diesem Vorhaben zurückschrecken lassen. Dabei geht es auch ganz einfach und kostenlos.

Für jeden die private Homepage

Was für Unternehmen ganz normal ist, gilt für den Privatmann als schick: die eigene Homepage im Internet. Natürlich fällt eine Privatseite oft kleiner aus, als die eines Unternehmens. Und doch trauen sich viele nicht an die Erstellung der eigenen Seite, weil sie weder Programmierkenntnisse noch technisches Wissen mitbringen. Das ist gar nicht weiter schlimm, denn für private Zwecke gibt es durchaus taugliche und zudem kostenlose Lösungen im Internet, mit deren Hilfe sich praktisch jeder im Handumdrehen seine eigene Seite aufbauen kann.

Sofort loslegen

Eine kurze Suche im Internet dürfte schon reichen, um einen für sich geeigneten Anbieter für kostenlose Privat-Webseiten gefunden zu haben. Nach einer kurzen Anmeldung beim Dienst kann es in aller Regel auch gleich losgehen. Aus verschiedenen Grund-Vorlagen kann nun eine Seite nach eigenem Geschmack ausgewählt werden. Diese ist mit wenigen Mausklicks farblich und in ihrer Erscheinung anpassbar und bekommt damit schnell die gewünschte persönliche Note. Sodann kann die frisch erstellte Seite mit Inhalten, wie Texten oder Bildern gefüllt werden. Bilder können zudem oftmals als ansprechende Galerie präsentiert werden, mitunter lassen sich auch Audio- oder Videosequenzen einbinden.

Wirklich kostenlos?

Was da so verlockend scheint, macht manche Zeitgenossen misstrauisch. Diverse technische Möglichkeiten und das alles absolut kostenlos? Ja, das gibt es, allerdings muss man bei diesen Lösungen auch einige Kompromisse in Kauf nehmen. So lässt sich die Adresse der Webseite in der Regel nicht frei wählen, sondern beinhaltet immer einen vom Anbieter vorgegebenen Adressteil. Kostenfreie Anbieter stellen zumeist einen nur kleinen Webspace, also Speicherplatz im Web zur Verfügung. Dieser reicht jedoch für fast alle gängigen Inhalte, die man als Privatperson in das Internet stellen möchte, aus.
Kleiner Wermutstropfen: Solch kostenlose Seiten sind fast immer mit kleinen Werbeeinblendungen verknüpft. Die Umsätze, die mit dieser Werbung generiert werden, machen das kostenlose Angebot für Privatnutzer erst möglich und können daher auch nicht ausgeblendet werden.

Fazit

Auch kostenlose Anbieter stellen dem Privatnutzer eine Menge Möglichkeiten zur Verfügung, damit dieser sich mit seiner eigenen Webseite im Internet verwirklichen kann. Zwar reichen die Möglichkeiten nicht, um erstklassige Webseiten zu produzieren, dafür sind sie völlig kostenlos.
Zumindest für den Einstieg in die Webseitengestaltung dürfte sich diese Variante für viele Neulinge lohnen. Wer zu schnell die ihm zur Verfügung gestellten Möglichkeiten erreicht hat, kann anschließend immer noch professioneller, allerdings auch kostenintensiver arbeiten. ( D.D.E. )

Spezialisierte Suchmaschinen

3. Mai 2010

Neben den  großen Suchmaschinen wie Google, MSN und Yahoo gibt es auch einige spezialisierte Suchmaschinen oder Webkataloge.
Das Angebot ist groß. Es gibt Suchdienste für Immobilien und Wohnungen wie zum Beispiel www.immobilienscout24.de  einige Anbieter haben sich sogar auf die regionale Suche spezialisiert. Andere Suchdienste finden für Sie Jobangebote, preiswerte Produkte oder auch einen Partner. Heute findet sicher jeder den passenden Suchdienst im Internet.

Erfolgreich im Internet werben – Google AdWords

6. Juli 2009

Die kleinen Anzeigen rechts neben den Suchergebnissen bei der Suchmaschine Google kennt wohl jeder. Mit ein wenig Fachkenntnis kann man durch diese Inserate zum erfolgreichen Verkäufer werden. Doch wer bestimmt die Platzierung der Anzeige? Was ist bei Google AdWords zu beachten, damit die Werbung erfolgreich wird?

 

Ein Konzept mit großer Wirkung

Das Internet ist heute das Medium, das unsere Kaufentscheidungen maßgeblich beeinflusst. Da Google mit über 90% Marktanteil die führende Suchmaschine ist, lässt sich leicht abschätzen, dass auch Google AdWords eine wesentliche Bedeutung hat. Dieses Konzept bereitet für viele Verkäufer die geradezu ideale Ausgangssituation. Der Kunde sucht gezielt nach Produkten seiner Wahl. Taucht nun die Anzeige des eigenen Unternehmens auf, ist nur noch ein Klick auf diese notwendig. Gebühren für AdWords entstehen tatsächlich nur durch einen Klick. Da Google das Auftauchen der Anzeigen sinnvoll steuert, bringt das Konzept große Wirkung und zudem eine volle Kostenkontrolle. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, damit die Werbung erfolgreich ist.

 

Hilfreiche Tipps für die eigene Werbeanzeige

Der Informationsgehalt einer solchen AdWords-Werbeanzeige ist beschränkt. 25 Zeichen für die Überschrift, 35 Zeichen für den Werbeinhalt und 35 Zeichen für die Webadresse müssen ausreichen, um die Anzeige sinnig zu füllen. Dabei sollten immer die Motive, die den Käufer zu einem Klick animieren können, im Auge behalten werden. Allem voran sollte die Relevanz, also die zu bewerbende Thematik, klar definiert sein. Google setzt nach diesen Kriterien die Anzeigen möglichst passgenau. Das Interesse der Kunden sollte durch die Anzeige geweckt werden, damit diese sich bewogen fühlen, diese auch anzuklicken. Natürlich ist es hilfreich, dem Kunden das Gefühl zu geben, etwas zu verpassen, wenn er nicht auf die Anzeige klickt. Ist die Zielgruppe klar definiert, können bestimmte Schlüsselwörter gute Wirkung zeigen. Ist die Anzeige mit einem bekannten Thema verknüpft, wird der Kunde sicher gerne weiterlesen. Werden dem Kunden zudem in leicht verständlicher Sprache per Anzeige Vorteile zugesichert, ist ein Klick beinahe garantiert. Diesen Beitrag weiterlesen »

Google-Suche liefert Arbeitsmarktzahlen

17. Juni 2009

Eine Vorhersage der Arbeitsmarktzahlen auf Basis von Suchanfragen bei Google: Hierfür hat jetzt das DIW Berlin ein neues Verfahren für kurzfristige Prognosen vorgestellt. Mit dem neuen Prognosemodell ist es möglich, die Zahl der Arbeitslosen im Schnitt bereits einen Monat vor Bekanntgabe der offiziellen Zahlen durch die Bundesagentur für Arbeit vorauszusagen – mit hoher Treffsicherheit. In Krisenzeiten sind zuverlässige frühzeitige Prognosen besonders gefragt. Mangels rechtzeitig verfügbarer Primärdaten und angesichts rascher struktureller Veränderungen gelingt dies aber mittels traditioneller Verfahren derzeit nicht. 

In Zeiten großer wirtschaftlicher Unsicherheit sind neue Prognoseverfahren wichtig“, sagte DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann, der auch das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) leitet. „Gerade in der Krise stoßen die bisherigen Verfahren aufgrund struktureller Brüche an ihre Grenzen“, so Zimmermann, der das Modell gemeinsam mit dem Mathematiker und Informatiker Nikos Askitas am IZA entwickelte. “Nicht nur die Krise selbst, sondern auch die sich daraus ergebenden wirtschaftspolitischen Maßnahmen, wie beispielsweise die massive Ausweitung der Kurzarbeit, erschweren die Arbeitsmarktprognosen”. Diesen Beitrag weiterlesen »

Quo Vadis Google?

5. Juni 2009

In unserem letzten Beitrag haben wir das Thema schon angeschnitten. Wird Google sich selbst ein Bein stellen?
Wohin führt der Weg?
Zwar drängen auch neue Suchmaschinen auf den Markt, genannt seien nur Wolfram Alpha (das nach großen Vorschusslorbeeren aber vornehmlich Enttäuschung erntete) und Microsofts neuer Anlauf BING (nachdem vieles vorher gescheitert war) – aber deren Erfolg ist zweifelhaft.
Kann also Google sich nur das das Bein stellen, wie eingangs geschrieben?
Ich meine ja, und ich habe den Eindruck, Google ist immer mehr auf dem Weg dahin.
Die Schlichtheit und Übersichtlichkeit der Suchergebnisse, die Anfangs einer der Erfolgsfaktoren war, ist schon dahin. Immer mehr weitere Elemente landen auf den Suchergebnisseiten und machen diese unübersichtlicher. Seien es lokale Einträge, Fundstellen der Google-Shop-Suche, Blöcke mit Fundstellen in Blogs sowie Nachrichtenseiten uvm.
Immer mehr neue Spielsachen kommen bei Google hinzu, es seien nur Dinge wie Google Earth oder Online Office Anwendungen erwähnt – und um Gegenzug nimmt die Konzentration Googles auf sein Kernfeld weiter ab, was zu, meiner Meinung nach, schlechteren Suchergebnissen führt.
Das alles könnte auf Dauer Google wirklich gefährden… als bleibt die Frage weiterhin bestehen: Google, wohin gehst Du?
Oder müssen wir schon anders fragen: Wenn Google denn dann über die selben Fehler wie seine Vrogänger stürzen wird: Wer wird der Nachfolger sein?

Start Google – und kein Ende?

27. Mai 2009

Zum Zeitpunkt als Google an den Start ging gab es, auch wenn Altavista, wie im vorherigen Beitrag erwähnt, der Platzhirsch war, etliche weitere Suchmaschinen mit relevanten Marktanteilen. Zu nennen sind zum Beispiel Yahoo, Lycos und Fireball.
Aber allen war eines gemein: Immer mehr rückte das Suchen in der Hintergrund, immer mehr wurden die Seiten zu Pseudo-Portalen aufgebaut, die vollgestopft waren mit Werbung, bunten Bildern etc. – der User der zum Suchen auf die Seite kam, fand oft eine Seite vor, in deren Klicki-Bunti-Stimmung das Suchfeld nahezu unterging.
Google ging, gegründet von Larry Page und Sergey Brin, 1998 dagegen mit einem reduzierten Look daran, in kürzester Zeit den Suchmaschinenmarkt aufzurollen. Jetzt stand auf der minimalistischen Startseite wieder das Suchfeld im Mittelpunkt, die Ergebnisse wurden übersichtlich und zunächst ohne störende Werbung präsentiert.
Diese Übersichtlichkeit und Schlichtheit war ein Grund für den großen Erfolg. Ein anderer war der neue, anderen Suchmaschinen überlegende Suchalgorithmus, der seinen Schwerpunkt weniger auf die leicht manipulierbaren Elemente der Webseiten legte sondern weit mehr darauf, wie oft eine Seite von anderen Seiten in Form von Links „empfohlen“ wurde.
Bis heute war, trotz immer mal wieder aufkommender Konkurrenzversuche und großmundiger Ankündigung sogenannter „Google-Killer“, Google unbestritten die Nr. 1 der Suchmaschinen – und man dachte fast, Google könnte sich nur selbst ein Bein stellen… aber gerade daran könnte Google aktuell arbeiten, wenn man sieht, dass es sich immer weiter von seiner Ursprungsprämisse der Schlichtheit entfernt… aber davon lesen Sie mehr in unserem nächsten Beitrag mit dem Titel „Quo Vadis Goolge?“

… und dann kam Altavista – Geschichte der Suchmaschinen, zweites Kapitel

25. März 2009

Altavista war die erste kommerziell erfolgreiche Suchmaschine und etliche Jahre der Platzhirsch unter den Suchmaschinen. Selbst in den Zeiten, als Googles Stern schon im Aufstieg war, konnte Altavista noch einige Zeit relevante Marktanteile bewahren.
Altavista wurde 1995 vorgestellt. Das besondere war der äußerst leistungsfähige Spider „Scooter“ und die daraus resultierenden qualitative hochwertigen Suchergebnisse, was der Suchmaschine bald die vordersten Plätze in den Nutzungsstatistiken eintrug.
Daneben wurde Altavista vor allem auch durch das Tool Babel Fish bekannt, dessen Namensgebung in Anlehnung an Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ erfolgte, und das sich zum ersten leistungsfähigen Übersetzungstool im Internet entwickelte.
Heute sind die Glanzzeiten von Altavista längst Vergangenheit – eingeläutet wurde der Niedergang mit dem Aufstieg von Google…

Eine kleine Geschichte der Suchmaschinen, das erste Kapitel

10. Februar 2009

Die Geschichte der Suchmaschinen geht bis in das Jahr 1990 zurück, noch bevor das WWW den Nutzern in aller Welt zur Verfügung stand.
Archie, so nannte sich die erste Suchmaschine, noch nicht in der Lage, Dokumente und deren Inhalte zu durchsuchen, war Archie eine reine ftp-Suchmaschine, die Dateien und Ordner auf ftp-Servern finden konnte. Bis heute hat sie dafür im wissenschaftlichen Bereich eine gewisse Bedeutung.
Auf Archie folgte als erste Dokument-Suchmaschine, der von der University of Minnesota entwickelte Gopher.
1993, kurz nach dem öffentlichen Startschuss des WWW wurde auch die erste Suchmaschine für diesen Bereich entwickelt, sie trug den Namen „The Wanderer“ und sie kann ohne weiteres als der Urvater aller heute relevanten Suchmaschinen gesehen werden.
Und dann? Dann kam AltaVista, für einige Jahre eine der führenden Suchmaschinen, aber davon schreiben wir in einem späteren Beitrag mehr…